Schutz vor Gewalt im Sport

Gemeinsame Referentenqualifizierung der Sportjugenden und des Landessportbundes

Vereine sollen sichere Orte sein – geprägt von Offenheit, Transparenz und einer Kultur des Hinsehens. Um Vereine in Rheinland Pfalz auf diesem Weg noch aktiver zu unterstützen, haben der Landessportbund sowie die regionalen Sportjugenden Rheinland, Pfalz und Rheinhessen im Januar und Februar ein neues Qualifizierungsprogramm gestartet: die „Ausbildung von Multiplikator*innen – Schutz vor Gewalt im Sport“.

An drei intensiven Schulungstagen erhielten die Teilnehmenden einen fundierten Einblick in die relevanten Aspekte des Gewaltschutzes. Dazu gehörten unter anderem Inhalte zu unterschiedlichen Formen von Gewalt, Strategien von Täter*innen und mögliche Opfersignale, rechtliche Grundlagen sowie Handlungssicherheit im Umgang mit Verdachtsfällen. Zudem wurden Präventionsbausteine für einen sicheren Sportverein vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vermittlung methodischer Kompetenzen. Dabei wurde mit vielen Fallbeispielen und Fallanalysen in Kleingruppen gearbeitet.

Mit dem neuen Ausbildungsformat bauen die regionalen Sportjugenden und der LSB ein landesweites Netzwerk qualifizierter Multiplikator*innen weiter aus. So können künftig noch mehr Vereine erreicht, direkt unterstützt, für das Thema sensibilisiert und durch Schulungen zur Gewaltprävention begleitet werden. Damit leisten die Multiplikator*innen einen wichtigen Beitrag, eine Kultur der Aufmerksamkeit zu fördern und den Schutz vor Gewalt im organisierten Sport noch stärker zu verankern.

Ein Verein, der beim Thema Gewaltprävention gut aufgestellt ist, bietet Vertrauen, Verlässlichkeit und Schutz – für seine Mitglieder ebenso wie für seine Mitarbeitenden. Sportvereine können sich bei Interesse an einer Präventionsschulung an die Sportjugend Rheinland wenden. Weitere Fortbildungen zu dem Thema sowie hilfreiche Materialien und praxisnahe Tipps gibt es in der Rubrik Kinderschutz.

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