Warum sich Junge Menschen im Sport engagieren

„Jung und aktiv“: Serie zum jungen Ehrenamt der Sportjugend Rheinland

„Jung und aktiv“,  so lautet das Jahresmotto der Sportjugend Rheinland 2021. „Jung und aktiv“ ist sicher auch Triebfeder der vielen jungen Menschen, die sich tagaus-tagein in den Sportvereinen im Rheinland ehrenamtlich engagieren. Was die jungen Menschen dazu bewegt sich zu engagieren und welche Wünsche Sie an ein Engagement im Sport haben, das hat die Sportjugend Rheinland im Rahmen eines Web-Seminars beleuchtet. An erster Stelle wird in aktuellen Studien wie der SINUS-Jugendstudie der Spaß an der Kompetenzvermittlung und die Freude an der Arbeit mit Kindern genannt. Auch die persönliche Weiterentwicklung ist für Jugendliche ein wichtiges Motiv. All dies bestätigen auch die Beispiele von jungen Engagierten im Rheinland, die im zweiten Teil der Sportjugend Serie vorgestellt werden.

Anna-Lea Reuter hat mit 16 Jahren aus eigenem Antrieb die Ausbildung zum Übungsleiter C absolviert und anschließend eine Jugendgruppe im SSV Pfaffenheck aufgebaut. Als Jugendleiterin organisiert sie darüber hinaus regelmäßig Feriencamps für die Jugendlichen und lies sich dabei im vergangenen Jahr auch von Corona nicht ausbremsen. Auch außersportliche Angebote wie Weihnachtsfeiern und Jugendcamps hat die erfahrene Organisatorin schon durchgeführt. Dabei hat 21-jährige Anna-Lea Reuter auch selbst viel gelernt: „Vom Sandburgenbauen über das richtige Würzen von Spaghetti Bolognese bis zur Leitung von Teams und das Delegieren von Aufgaben war alles dabei.“ Und so kann sie auch gar nicht genau sagen, was ihr schönster Moment war, denn sie verbindet viele schöne Erinnerungen mit ihrem Engagement. Kein Wunder, dass sich Anna-Lea Reuter dafür ausspricht, dass alle jungen Menschen die Möglichkeit haben sollten sich einzubringen.

Im TV Hermeskeil gibt es gleich mehrere Jugendliche, die sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen. Maike Nolden (15), Kim König (17), Jonas Hüther (15), Gangandip Singh (16) und Noah Ludwig (15) verbindet die Leidenschaft für ihren Sport und der Wunsch diese Begeisterung an Kinder weiterzugeben. Sie sind als Helfer in den verschiedenen Abteilungen des Vereins aktiv und streben die Ausbildung zum Trainer an. „Es macht mir Spaß mit Kindern zu arbeiten und es motiviert mich zu sehen, wenn sie Fortschritte machen“ beschreibt Jonas Hüther sein Engagement. Maike Nolden ergänzt: „Es ist ganz einfach Kindern etwas beizubringen.“

Zwei Beispiele die zeigen, dass ein Engagement im Sport sowohl Spaß macht als die jungen Engagierten in ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung bereichert. Dabei können Sportvereine mit entsprechenden Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass sich Jugendliche ein Engagement selbst zutrauen. Denn laut SINUS-Jugendstudie sind Zeitmangel und Unsicherheit bzw. Unerfahrenheit die größten Hemmnisse für die Aufnahme eines Engagements. Projektorientierte Beteiligungsmöglichkeiten sowie das schrittweise Heranführen an ein klassisches Ehrenamt sind dabei zwei Handlungsansätze. Daneben können die Übernahme von Aus- und Fortbildungskosten sowie die Anerkennung im Verein weitere wichtige Bausteine sein. Die Kinder- und Jugendarbeit ist dabei sowohl ein Pool für die Ansprache junger Engagierter als auch gleichzeitig das beliebteste Einsatzfeld von jungen Menschen. Eine gute Jugendarbeit kann somit eine wichtige Basis auch für die Mitarbeiterentwicklung eines Vereins legen.

Die Sportjugend Rheinland wird im Verlaufe des Jahres die Geschichten verschiedener junger Menschen im Sport präsentieren. „Wir wollen zeigen, wie Vereine junges Engagement aktiv fördern können“, sagt Mehran Faraji, Vorsitzender der Sportjugend Rheinland. „Gleichzeitig möchten wir öffentlich zeigen, dass junge Menschen den Kinder- und Jugendsport aktiv mitgestalten“, beschreibt Susanne Weber, Geschäftsführerin der Sportjugend Rheinland, die Zielsetzung der Sportjugend Rheinland.

Die Geschichten und Projekte sind auf unserer Themenseite Jung und aktiv aufgeführt.